Blogger-Nähkästchen: Über was schreibe ich in meinem Blog

Manchmal gibt es nichts Inspirierenderes als sich die Suchanfragen anzusehen, mit denen Leser auf dem eigenen Blog gelandet sind. So muss ich heute einem anonymen Google-User für die Frage "Über was schreibe ich in meinem Blog" danken, die mich über Google Analytics erreicht hat. Lieber unbekannter Leser, dieser Post ist dir gewidmet, damit du und alle anderen in Zukunft auf diesem Blog fündig werden, wenn sie sich fragen, worüber sie im eigenen Blog schreiben können. Hier möchte ich dir alles, was ich in zwei Jahren in der Blogosphäre zur Thematik des Blogthemas gelernt habe, weitergeben. Zu vier Blogkatergorien gibt es Infos, eine Checkliste und schöne Beispiele aus meinem Feed-Reader. Am Ende weißt du, welche Art Blog am besten zu dir passt!



1. Personal Blogs:
Der klassische Tagebuchstil gilt häufig als ursprünglichste aller Blogarten. Du schreibst darin über dein Leben, Dinge, die dich persönlich inspirieren oder erzählst Anekdoten, die dir oder Menschen, die dir nahe stehen, passiert sind. Absolut öde wird diese Art des Blogs allerdings, wenn du ihn lediglich als "Have-done"-Auflistung deines Tages betreibst, darum Finger weg vom Personal Blogs, wenn dir folgende Punkte nicht liegen:
  1.  Einen Spannungsbogen gestalten - jeder Post folgt einem klaren Aufbau. Beginne mit einer Situation, steiegere die Spannung und Ende mit einer Pointe. Dein Leser möchte schließlich unterhalten werden.
  2. Kultiviere deinen eigenen Stil - Personal Blogs leben von ihrer persönlichen Note bzw. der Persönlichkeit ihrer Autoren. Kehre also ruhig dein Innerstes nach außen und mache aus dir selbst deine ganz eigene Marke.
  3. Sprich über die Welt um dich herum - Es kann spannend sein einer One-Man-Show zuzusehen, aber gerade, wenn dein Blog über lange Zeit erfolgreich bleiben soll, bereichern zusätzliche Charaktere deine Geschichten. In meinen Augen sollte es darum keinen Personl Blog geben, der nicht auch Einblick in das soziale Leben des Bloggers gibt.  
Geniale Beispiele aus meinem RSS-Reader:The Bloggess

2. Themenblogs
Reiseblogs, Foodblogs und natürlich auch mein eigener Literaturblog sind Themenblogs. Sie widmen sich einer besonderen Leidenschaft oder einer Expertise des Bloggers. Artikel sollen in erster Linie informativ sein, selbst wenn auch hier die Persönlichkeit des Bloggers eine Rolle spielen kann, darf und in meinen Augen auch sollte. Baue einen Themenblog auf, wenn du:
  1. Experte auf einem Gebiet bist - du bist gelernte(r) Koch/Köchin oder kämpfst dich seit 10 Jahren durch die Tücken der Selbstständigkeit? Teile dein Wissen und lass andere von dir lernen!
  2. Mit großer Leidenschaft ein Hobby verfolgst - Auch hier geht es darum, deine Erfahrungen an Gleichgesinnte weiterzugeben und dich mit anderen zu vernetzen, die die gleiche Begeisterung für ein Thema aufbringen. Je mehr du dich für ein Thema ereifern kannst, desto besser, denn man darf nie vergessen, dass dein Blog dich über Jahre begleiten soll.
Geniale Beispiele aus meinem Feedreader: Salt in my soup, Planet Backpack, Biblionomicon

3. Nischenblogs
Eigentlich sind Nischenblogs natürlich auch Themenblogs. Nur sind die Themen eben etwas spezieller. Wenn du zum Beispiel einen Literaturblog schreiben willst, aber hauptsächlich Krimis liest, warum  nicht gleich einen Krimiblog schreiben? Wenn du dich für Kinofilme interessierst und hauptsächlich Comicverfilmungen schaust, warum nicht deine Expertise in dieser Nische vertiefen? Das Gute daran, du hast deine Zielgruppe noch genauer vor Augen als beim Themenblog und kannst darum deine Artikel noch besser auf sie zuschreiben. Also: Nischenblog, wenn:
  1. Du in einem Thema eher tiefes Detailwissen als breites Allgemeinwissen hast.
  2. Du gerne an einem ganz klar definierten Teilgebiet arbeitest und dein Wissen hier vertiefen möchtest.
  3. Du dich in einem sehr speziellen Thema vernetzen willst.
  4. Du deine Artikel gerne auf eine ganz bestimmte Gruppe von Lesern zuschreibst.

Geniale Beispiele aus meinem Feedreader: Weltenschmiede, New Zealand Crime Watch

4. Der eigene Blog ein Magazin
Grundsätzlich ist in der Blogosphäre der Grundsatz der Spezialisierung weit verbreitet. Das kuriose Detailwissen, die persönlich Note, das Expertentum - das ist es, was Blogger den Generalisten der proffessionellen Schreiber voraus haben. Es spricht aber natürlich nichts dagegen, einen Magazin-Blog zu gestalten, in dem die Menüpunkte voneinander sehr unterschiedliche Kategorien abbilden. Vor allem für Journalisten, die mit einem Blog ihr Profil schärfen wollen, ist diese Art des Bloggens ideal. Für dich ist der Magazinblog die bste Lösung wenn du:
  1. Ein Generalist bist, der sich in vielen Themengebieten auskennt oder eine breite Allgemeinbildung hat.
  2. Dich nicht auf ein Thema oder einander verwandte Nischenthemen beschränken kannst oder möchtest.
  3. Du dein professionelles Wissen präsentieren möchtest, um dein Profil zu schärfen.
Ich lese eigentlich keine Magazinblogs, ein bekanntes und in meinen Augen sehr gutes Beispiel ist aber: Richard Gutjahrs Blog

Du bist bereits Blogger? Prima, ich freue mich über deine Erfahrungen im Kommentarfeld! Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Aufbau des eigenen Blogs - ich hoffe der ein oder andere Tipp aus diesem Artikel konnte helfen - wenn nicht, hier gibt's mehr!

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One Response to Blogger-Nähkästchen: Über was schreibe ich in meinem Blog

  1. Vielen Dank für das Erwähnen der Weltenschmiede!
    Angesichts dessen, dass ich bis auf unseren nur einen einzigen anderen Blog kenne, der sich größtenteils mit Weltenbau beschäftigt, hoffen wir doch sehr, damit eine Lücke in der Bloggosphäre gefüllt zu haben :)

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