Die besten 10 Nobelpreisträger aller Zeiten

Als Reaktion auf die Montagsfrage von Nina (Libromanie), habe ich letzten Dienstag 10 zweite Romane von Autoren vorgestellt, die nicht enttäuschen. Als ich da so vor meinem Bücherregal stand und nach jungen Autoren gesucht habe, viel mir eine zweite Kategorie von Autoren ins Auge, die oft enttäuschen können - Nobelpreisträger. Nicht selten habe ich vor dem Radio gesessen, um endlich zu erfahren, wer der neueste Stern in der literarischen Hall of Fame ist, nur um dann festzustellen, dass mal wieder eine enttäuschende Entscheidung getroffen wurde. Wahrschinlich gibt es keine zweite Gruppe von Autoren, die so häufig mit dem Attribut "unlesbar" bezeichnet wurden. Aber es gibt auch immer einmal wieder witzige, anspruchsvolle, poetische oder spannende Prreisträger, deren Werke absolut lesbar sind und sogar Spaß machen. Hier sind meine Top 10:


1. Günter Grass: Vor allem sein Spätwerk gefällt mir, auch wenn es vielleicht weniger bissig ist, als seine berühmteren Werke. Der wahre Zauber dieses Literaten entfaltet sich aber erst, wenn man von ihm selbst gelesene Hörbücher hört. Selten einem so großen Ezähler zugehört.

2. José Saramago: Witzig, bissig, pointiert und nich allzu lang - in solch guter Erinnerung ist mir "Zeit ohne Tod" des Südamerikaners geblieben. Das war eine Lektüre, die richtig Spaß gemacht hat.

3. Nagib Mahfuz: Der ägyptische Nobelpreisträger ist einer jener Literaten, die den Preis eigentlich nicht bekommen wollten, ihn dafür aber umso mehr verdient haben. Ob es politische Gründe waren, die die schwedische Kommission den Preis erst- und bisher einmalig an einen Ägypter verliehen haben oder nicht, seine Romane sind tiefgründig, berühren und lassen einen das Erzählte nicht mehr so schnell vergessen.

4. Orhan Pamuk: Orhan Pamuk gilt manchem als literarisch etwas schwierig, aber mal ehrlich - wer will schon immer nur einfach? Eine Garantie dafür, einen der guten Pamuks zu erwischen, wenn man zu seinen Romanen greift, gibt's offenbar nicht. "Rot ist mein Name" ist definitiv einer davon. "Das schwarze Buch" ist in meinen Augen weit weniger zugänglich.

5. Jean-Paul Sartre (nicht angenommen): Noch einer, der ihn nicht wollte und ihn auch nicht genommen hat, den politischsten aller Literaturpreise. Mein Herz gehört dem seltsamen französischen Denker trotzdem und das schon seit Jugendjahren.

6. Albert Camus: Sartres algerischer Bruder im Geiste darf natürlich auch nicht fehlen. Dabei muss ich gestehen, dass sein bekanntester Roman "Der Fremde" mir nicht sonderlich nahe gegangen ist. Dafür mag ich die Essays ud theoretischen Schriften umso mehr.

7. Ernest Hemingway: Hier habe ich lange größtes Enttäuschungspotential gewittert und darum immer vermieden, etwas vom Meister der knappen Worte zu lesen. Erst letztes Jahr fiel mir dann doch noch "Der alte Mann und das Meer" in die Hand - da war es dann um mich geschehen...

8. Hermann Hesse: Sartre, Camus und Hesse - in meiner Jugend waren sie die Helden der Adoleszenzhilfe. Manchmal frage ich mich, ob mir ihre Welterkenntnisse heute noch ebenso nahe gehen würden, oder ob die anhaltende Verehrung langsam zur Sentimentalität wird. So oder so, Hesse ist für mich noch immer einer der ganz großen.

9. Rudyard Kipling: Ja, man kann Rudyard Kipling wohl Dinge wie Exotismus oder auch Eskapismus vorwerfen angesichts der zu seiner Zeit noch herrschenden Unfreiheit seines Landes. Aber seine Geschichten sind trotzdem schön. Witzig und abwechslungsreich machen sie nicht nur Kindern Spaß.

10. Toni Morrison: Platz zehn für eine der wenigen amerikanischen SchriftstellerInnen, die ich mag. zwar ist sie mir manchmal etwas zu tiefgründig, manchmal entdecke ich einen erhobenen Zeigefinger zu viel, meistes aber finde ich ihre Geschichten gleichzeitig wertvoll und kurzweilig und so gehört auch sie unbedingt in diese persönlichen Top 10 der Literaturnobelpreisträger.

Wer sind deine liebsten Nobelpreisträger?


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