Wolfgang Herrndorf ist tot - keine Worte mehr

Mich hat in der letzten Zeit selten eine Nachricht so getroffen, wie die, dass Wolfgang Herrndorf sich am 26. August 2013 das Leben genommen hat. Seine Bücher "Tschick" und "Sand", die er schrieb, als bei ihm bereits ein unheilbarer Hirntumor diagnostiziert worden war und auch sein Blog "Arbeit und Struktur" waren für mich krafvolle Dokumente des Kampfes gegen die Krankheit. Doch letztendlich hat diese, so zeigt es die Lektüre der letzten Blogeinträge, immer öfter die Sprache dieses großartigen Schriftstellers angegriffen, ihn Namen vergessen lassen oder die Fähigkeit zum Lesen genommen. Sein Freitod zeigt, dass er sich nicht besiegen lassen hat. Für uns Leser bleibt dennoch nur die Trauer darüber, in Zukunft keine neuen Werke Wolfgang Herrndorfs mehr erwarten zu dürfen und der Trost, dass die Worte, die er bisher schrieb, bleiben werden.

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2 Responses to Wolfgang Herrndorf ist tot - keine Worte mehr

  1. Ich war gerade sehr geschockt als ich es gelesen habe, da ich noch gar nichts davon wusste. Seine Bücher kenne ich zwar bisher nicht, habe aber öfter Artikel über ihn gelesen. Wie Traurig :(

    LG Anni

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  2. Wirklich schade - ich durfte Tschick erst vor ein paar Monaten in einer Uni-Lehrveranstaltung kennenlernen. War ein großartiges Buch - es betrübt mich, so kurz danach zu lesen, dass der Autor starb :(

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