Montagsfrage: Hast du schon einmal versucht, ein Buch zu schreiben?

Paperthin hat eine Montagsfrage gestellt, an der ich nicht vorbeikomme, da sie spannend und außerdem ein Anlass ist, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Ob ich schon einmal versucht habe, ein Buch zu schreiben? Die Antwort lautet ja. Warum ich trotzdem nicht Autorin geworden bin, könnt ihr hier nachlesen.


Wenn ich groß bin, möchte ich...

...Comiczeichnerin werden. Ja, das war als Kind mein Berufswunsch. Dabei hatte ich keine Ahnung von dem Genre und mit genügend zeitlichem Abstand kann ich sagen, begrenztes künstlerisches Talent. Nichtsdestotrotz gibt es in den Weiten des elterlichen Dachbodens noch den einen oder anderen kindlichen »Comic« von mir.

Dann eben schreiben

Als ich als Jugendliche endlich das Einsehen hatte, dass ich niemals Künstlerin werden würde, versuchte ich es mit dem Schreiben eines Romans. Diesmal erkannte ich wesentlich schneller meine Talentfreiheit und kam gar nicht erst über die erste Seite hinaus. Ich stellte fest, dass ich einen schrecklichen, melancholisch-getragenen Stil hatte, der mir überhaupt nicht gefiel. Darum: Weg damit!

Irgendwann wirst du ein Buch schreiben

Vor ein paar Jahren habe ich eine alte Freundin von mir wiedergetroffen, die ich aus den Augen verloren hatte. Als wir uns glücklich wiedervereint auf einen Kaffee trafen, sagte sie zu mir: »Ich dachte mir immer, irgendwann werde ich deinen Namen auf einem Buchdeckel sehen und dich wieder finden.« Nunja, ich war etwas gerührt. Außerdem verwirrte es mich, dass meine Mutter mir nur wenige Tage zuvor empfohlen hatte, zur Not Autorin zu werden, wenn alles andere schiefgehen sollte. Auch hielt meine Schwester es nach meinem Schulabschluss mit felsenfester Überzeugung für das Beste für mich, wenn ich ein Studium des kreativen Schreibens aufnähme.

Um es kurz zu machen, es hat alles nichts genützt. Entweder werde ich einmal eine dieser altersweisen Spätautoren oder nie wieder einen Versuch in Richtung Belletristik wagen. Heißt das aber nun, dass ich nicht schreibe? Wohl kaum. Nur sagt mir die Fiktion eben nicht zu. Der Anspruch, Kunst zu machen, ist nichts für mich. Mir gefällt mein Stil viel besser, wenn ich mich an Sachtexte halte. So wie hier.Genauso geht es mir, wenn ich für die Uni etwas schreiben muss. Wer weiß schon, ob jemals ein Buch aus meiner Feder fließen wird. Wenn das der Fall sein sollte, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Sachbuch sein wird wesentlich höher als die, dass ich noch zur Schriftstellerin werde.

Und du? Hast du schon einmal über das Bücherschreiben nachgedacht?

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One Response to Montagsfrage: Hast du schon einmal versucht, ein Buch zu schreiben?

  1. Ich wollte schon immer ein Buch schreiben.
    Mein erster Versuch war mit 8 Jahren in einem Deutschheft über einen Hund.
    Der nächste mit 13, irgendwas zwischen DUNE und Harry Potter. Magie und Wüste, von dem Konzept bin ich bis heute überzeugt. Die Umsetzung war mangelhaft. Immerhin 40 Normseiten.

    Heute würde ich lieber etwas gescheites schreiben, einen sozialkritischen Roman, ein Sachbuch oder Ähnliches. Doch das Problem ist, das das was ich Schreiben würde, niemand lesen will. Und meine Ideen auch mit meinem echten Leben zu sehr verknüpft sind. Und meine Lieblingsthemen sind dazu politisch auch noch stark aufgeladen, so dass ich mir wohl selbst mit Fiktion, nicht unbedingt Freunde machen würde. Ich habe auch immer viel zu viele Ideen auf Einmal.
    Schriftstellerin...bleibt wohl ein Traum ;)

    Liebe Grüße.

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