Blogger-Nähkästchen: Die Grundregeln des Webdesign

Es gibt unter Bloggern Trends, die vor allem das Design des Blogs betreffen. Im Moment herrschen vor allem die drei Grundprämissen: Schlichtheit, Schlichtheit und Schlichtheit. Dass es in der Tat Sinn macht, seinen Blog in einem schlichten Design zu gestalten und warum erfahrt ihr hier. Außerdem möchte ich euch ein paar Anregungen geben, wie ihr es trotzdem schafft, eurem Blog ein ganz individuelles Aussehen zu geben und einen kurzen Seitenblick auf ganz neue Gestaltungsideen in der Blogosphäre geben.


Templates

Jede Blogplattform bietet kostenlose und kostenpflichtige Templates an, die ihr als Grundgerüst für euren Blog nutzen könnt. Bei der Auswahl sollte natürlich euer Geschmack im Vordergrund stehen, aber auch die Anpassungsfähigkeit ist wichtig. Achtet bei der Auswahl eures Templates darauf, dass ihr zumindest einen eigenen Header und Hintergrund einfügen könnt – sonst werdet ihr niemals zu einem individuellen Webdesign kommen. Denkt bei der Auswahl auch daran: Je schlichter das Template gehalten ist, desto stärker liegt der Fokus auf deinen individuell gestalteten Elementen.

Header

Das wichtigste dieser Elemente ist der Header. Die meisten haben diesen Blickfang ganz oben über den Posts stehen. Immer häufiger begegnen mir in letzter Zeit aber auch Header in der Sidebar. Dein Header sollte deinen Blogtitel beinhalten und außerdem den Inhalt deines Blogs zusammenfassen. Mein Header hier ist z.B. eine Wordcloud – die Visualisierung aller im Blog verwendeten Worte in ihrer Häufigkeit. Mir gefällt's aber so eine Wortwolke ist auch immer ziemlich groß und sperrig. Am besten du passt deinen Header deinen Talenten an. Kannst du zeichnen, so zeichne ihn selbst. Machst du gerne Fotos, so bastle ihn mit einem Bildbearbeitungsprogramm aus Fotos zusammen. Bist du gänzlich unkreativ, so kannst du andere Blogger um Hilfe bitten. Wovon ich nur abraten kann, ist etwas wie „free Header“ zu googlen und dann einen dieser „Konserven-Header“ auszuwählen. Dein Header ist deine Visitenkarte, also erarbeite ihn am besten auch selbst (oder eben in Zusammenarbeit mit einem anderen Blogger). Nur so kann etwas von deiner Persönlichkeit hineinkommen.

Sidebars und Footer


Es gibt so viele tolle bunte Gadgets und Widgets... Vor allem hier bei Blogger kannst du dir schier unendlich viele Funktionen einbauen. Was dir dabei aber immer klar sein sollte, ist, dass alles, was neben deinen Posts steht oder sogar über ihnen schwebt von ihnen ablenkt. Animierte Elemente ziehen die Aufmerksamkeit automatisch auf sich – und von deinen Texten weg. Snoopy-oder Herzchen-Mousezeiger sind zwar interessant aber auch verwirrend (wir sind ja so an den kleinen Pfeil oder den Zeigefinger gewöhnt). Regnende Rosenblätter oder fallende Schneeflocken machen auch vor Text nicht Halt und decken zeitweise Buchstaben ab. Beobachte dich einmal selbst beim Lesen anderer Blogs! Wie lange denkst du „Oh, interessant“ und ab wann wird es zu „Ach, das nervt“? Nunja, anderen ergeht es nicht anders.

Aber eine Sidebar sollte nicht nur ruhig, sondern auch übersichtlich gestaltet sein. Zu viele Elemente überfordern und lenken auch wieder von den eigentlichen Texten ab. Ich selbst überfrachte meine Sidebar für meinen Geschmack ständig und muss mich immer wieder zum Aussortieren zwingen. Im Moment habe ich sieben Elemente darin und finde, dass das schon hart an der Grenze ist. Beim Aufbau deiner individuellen Sidebar solltest du dich fragen, was für dich wirklich unverzichtbar ist. Für mich sind das Follow- und Social Media-Icons, ein Bild und/oder Link zum Profil des Bloggers und eine Blogroll. Im zweiten Schritt darfst du dann ein paar Elemente hinzufügen, die du richtig gerne auf deinem Blog hättest, so wie bei mir z.B. das Leser-Gadget. Es wird dir häufig passieren, dass du auf einem Blog etwas wirklich Tolles entdeckst und sofort auch bei dir einbaust. Darum musst du von Zeit zu Zeit, deine Sidebar überdenken und auch mal wieder etwas rausschmeißen. Was für andere funktioniert, muss nicht immer auch für dich unverzichtbar sein.

Footer

Im Footer ist bei mir im Moment alles, was nicht mehr in die Sidebar gepasst hat... Das entspricht meinen eigenen Idealen eigentlich gar nicht. Ich mag es, wenn Footer leer sind. Okay, vielleicht eine kleine Statistik oder Verweise auf Blogverzeichnisse oder kleine Grafiken, aber dann ist auch gut. Wenn du dich mal ein bisschen auf Blogs umschaust, wirst du sehen, dass das nicht nur mein Ideal, sondern auch ein Trend ist. Warum ich derzeit etwas ganz anderes ausprobiere, wirst du später in diesem Post noch erfahren.

Posts

Ja, auch deine Posts haben ein Design. Je einheitlicher dieses ist, desto einheitlicher wird das Gesamtdesign deines Blogs wirken, schließlich machen deine Posts im besten Falle den Hauptteil deines Blogs aus. Versuche darum, ein Standartdesign für dich festzulegen. Überlege dir, ob du mit oder ohne Jumpbreaks arbeiten möchtest, ob du Bilder in deine Posts einfügen oder lieber zwischen Bild- und Textposts unterschieden möchtest. Wenn du Bilder nutzt, versuche möglichst in jedem Post eines zu benutzen und versuche eine Idealgröße und -Position zu finden. Wenn du dein Standartdesign gefunden hast und fleißig nutzt, so vergesse nicht, es hin und wieder auch zu brechen. Regelmäßigkeit ist zwar schön aber erst durch vereinzelte Brüche wird sie interessant.

Überflüssige Startseite

Vor ein paar Tagen bin ich auf einen Trend-Rat von einem Blogger gestoßen, den ich mehr als nur interessant fand. Robert Basic hat auf seinem Blog am 10. Februar die These zur Diskussion gestellt, ob die traditionell nach Datum sortierte Startseite in Blogs nicht überflüssig sei. Am Inhalt interessierte Leser kämen ja meist über bestimmte Artikel auf einen Blog und müssten darum auch auf jeder Artikelseite die Möglichkeit haben, besonders gute oder für ihn interessante Artikel anzusteuern. Niemand wolle sich schließlich durch endlose Archivseiten quälen. Interessant ist, dass der Blogger selber nach wie vor eine nach Datum sortierte Startseite hat. Doch seine Idee, besonders gern gelesene Artikel auf jeder Blogseite zu präsentieren, gefällt mir. Darum habe ich das Experiment gewagt, in meinem Footer das Beliebte-Posts-Widget zu installieren. So gelangt man von jeder Seite des Blogs aus auf die besonders gern gelesenen Artikel, seien sie nun ganz neu oder bereits etwas älter.

Wie immer an dieser Stelle warte ich nun gespannt auf eure Dos und Don'ts des Webdesign!




Wenn dir mein Post gefallen hat, kannst du deinen nächsten Buch-Einkauf gleich über diesen Link starten: 
Für Leser aus der Schweiz geht es hier entlang: 

Ich darf mich über eine kleine Provision von Bücher.de oder Bol.ch freuen und du bezahlst nichts extra.

Posted in , , , . Bookmark the permalink. RSS feed for this post.

2 Responses to Blogger-Nähkästchen: Die Grundregeln des Webdesign

  1. Hallöchen.
    Ich habe dich soeben für den "Best Blog Award" nominiert.
    Schau doch mal rein und mach mit :-)
    Liebe Grüße
    Romy

    http://romyfischer.blogspot.de
    http://www.romyfischer.de

    AntwortenLöschen
  2. Hi,

    ich habe Dich für den „Best Blog Award“ nominiert.

    Schau auf meinem Blog vorbei, damit Du weißt, was
    jetzt zu tun ist.

    LG,
    Fee (http://www.literatur-begeisterte-fee.blogspot.de)

    AntwortenLöschen

Search

Swedish Greys - a WordPress theme from Nordic Themepark. Converted by LiteThemes.com.