Hörbuch-Tipp: Jeffery Deavers 5. Lyncoln-Rhyme-Krimi "Der faule Henker"


Meine Damen und Herren, sehr verehrtes Publikum, Jeffery Deaver lädt Sie hier ein, an einem ganz besonderen Krimi-Vergnügen teilzuhaben, an einer Mordserie, die die ganze Zirkuswelt in Atem hält, an einer makellosen Illusion! Ja, ich gebe zu, ich schwelge immer noch ein bisschen in der Atmosphäre, die dieses Thriller-Hörbuch erschafft. Der fünfte Fall für Lyncoln Rhyme und Amelia Sachs ist wieder ein ganz besonderes Krimi-Vergnügen, denn diesmal handelt es sich bei dem Killer um einen hochbegabten Zauberkünstler, dem es beinahe gelingt, den Profi-Spurensicherer Rhyme zu täuschen und so den perfekten Mord zu begehen. Doch wie immer siegt schließlich die Beweglichkeit des Geistes über jede körperliche Geschicklichkeit.


Ein Zauberkünstler

Mit ähnlichem "Geplapper", wie das, mit dem ich euch in diesem Post begrüße, überschwemmt "Malory" auch den Hörer dieses Hörbuchs zu Beginn von "Der faule Henker". Er ist der Zauberkünstler und Killer dieses Romans und wie so häufig in seinen Kriminalromanen, lässt Deaver seinen Leser ganz tief in die Psyche des Mörders schauen, ohne zu verraten, in wessen Identität wir uns hier eigentlich befinden. Das "Geplapper" so lernen wir nur wenig später, dient dazu, das Publikum vom eigentlichen Geschehen abzulenken. Dieses zeigt im ersten Aufzug einen besonders schwierigen Entfesselungszauber genannt "der faule Henker". Das Opfer wird dabei so geschickt gefesselt, dass es sich beim ersten Befreiungsversuch sofort selbst erwürgt. Nur besonders versierten Zauberern gelingt die rechtzeitige sekundenschnelle Entfesselung. Zauberern wie Malory. Doch er ist es nicht, um dessen Hals sich die Schlinge zuzieht.


Als die Polizei am Tatort eintrifft, ist Malory noch da. Doch es gelingt ihm spielend, sich aus der Situation zu befreien, indem er sich geradezu in Luft aufzulösen scheint. Den Polizisten bleibt nichts anderes übrig, als festzustellen, dass sie es hier mit einem Mord zu tun haben und bei der Spurensicherung anzurufen. Diese kommt in der Person des rothaarigen Ex-Models Amelia Sachs, die mit ihrem Headset direkt mit Lyncoln Rhyem verbunden ist. Sie entdeckt merkwürdige Indizien - ein Gimmick, das eine Stimme abspielen kann, Fasern von schwarzer Seide und Spuren von Theaterschminke. Lyncoln zählt diese Hinweise und die Tatsache, dass der Täter sich in Luft aufgelöst zu haben scheint zusammen und vermutet sofort einen Zauberkünstler hinter der Tat. Bei dem Versuch, einen Zauberer als Ermittlungsberater aufzutreiben, stößt Amelia auf die junge Cara, die gerade noch in der Ausbildung zur Illusionistin steckt. Gemeinsam machen sich die Drei auf eine Reise ins Reich der dunkelsten Magie.


Ein solider Thriller


Obwohl ich nach dem 5. Rhyme-Roman eingestehen muss, dass Deaver immer die gleichen Erzähltechniken nutzt, fand ich auch diesen Thriller wieder ausgesprochen spannend. Das Zirkusmilieu, in dem diesmal ermittelt wird, strahlt eine ganz besondere Atmosphäre aus. Die Inszenierungen, die der Mörder für seine Taten erschafft, gehen alle auf berühmte Zaubertricks zurück, die im Nachhinein von Cara entdeckt und erklärt werden. Wie in den meisten Deaver-Krimis rückt der Täter den Ermittlern so nah auf die Pelle, dass es ein Wunder ist, dass er trotzdem immer wieder entwischen kann. Ein Wunder oder - wie in diesem Fall - Magie. Die ungekürzte Version dieses Hörbuchs wird gelesen von Dietmar Wunder. Ein angenehmer Sprecher, der auf allzu viele Stimmwechsel verzichtet. Ideal zu hören, während man gerade unliebsame oder eintönige Aufgaben erledigt. Die Handlung lässt sich selbst dann noch ganz gut verfolgen, wenn man zwischendurch einmal kurz aus dem Zimmer gehen muss.

Deaver, Jeffery: der faule Henker. Ungekürzte Fassung gelesen von Dietmar Wunder. Random House 2012. 24,95 Euro.

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3 Responses to Hörbuch-Tipp: Jeffery Deavers 5. Lyncoln-Rhyme-Krimi "Der faule Henker"

  1. Liebe Mareike - das klingt ja sehr spannend und verlockend...aber erst einmal muss noch "1913" zu Ende gelesen werden bevor ein neuer Krimi auf mein Nachttischchen ziehen darf ...
    liebe Grüße
    Kathrin

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    1. Hi Kathrin,
      das Gute ist ja, dass einem so ein Buch nie wegläuft ;) Lohnt sich den "1913"? Ich habe noch gar nichts davon gehört und nun bin ich neugierig geworden :)
      Liebe Grüße,
      Mareike

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  2. Liebe Mareike - also ich finde "1913" lohnt sich absolut - es ist kein Roman im herkömmlichen Sinne, sondern der "Sommer des Jahrhunderts" wird in vielen supergenau recherchierten Anekdoten historischer Persönlichkeiten beschrieben - da kommen Freud, Kafka und alle bekannten Künstler ebenso vor wie Diktatoren wie Hitler und Stalin.
    Was passierte in welchem Monat und wer hätte wem begegnen können, da sie am selben Ort waren...
    liebe Grüße
    Kathrin

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