Blogger-Nähkästchen: 10 Dinge, die zu tun sind, bevor ich einen eigenen Blog erstelle

mein erstes Bloglayout
Vor ein paar Wochen habe ich hier eine Umfrage geschaltet, in der ich wissen wollte, ob ihr an einer Blogger-Hilfe interessiert seid. Da die meisten von euch eine positive Antwort gegeben haben, habe ich beschlossen, die neue Rubrik Blogger-Nähkästchen zu gestalten. Eine kleine Box mit Tipps und Tricks rund ums Blogging. Heute, im ersten Teil geht es um die Vorüberlegungen, die jeden betreffen, der gerne einen eigenen Blog erstellen möchte.




1. Wähle ein Thema

Einen Blog schreibt man im besten Falle nicht allein, sondern immer zusammen mit einer Zielgruppe - das ist das Schöne daran. Wenn du also Leser und Kommentatoren finden willst, so solltest du dir ein Thema suchen, dass nicht nur dich persönlich, sondern auch eine Zielgruppe interessiert. Du kannst über dein Hobby schreiben oder über deinen Beruf, über deinen Musikgeschmack, deinen Lifestyle oder, wenn du ein Talent fürs Erzählen hast, Anekdoten aus deinem Leben berichten. Dein Thema wird dir zu Beginn des Bloggens bei der Frage helfen "Worüber soll ich denn bloß etwas schreiben?"

2. Wähle eine Blogplattform und melde dich dort an

Die Möglichkeiten, einen Blog zu führen, sind heute so zahlreich, dass es sich lohnt, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, bevor man sich irgendwo anmeldet. Tumblr bietet eine relativ überschaubare Community mit vielen aktiven Rebloggern, Blogger ist in alle Vor- und Nachteile des Konzernriesen Google eingebettet und WordPress gilt als Allrounder, bei dem mit ausreichend Programmierkenntnissen vieles individualisiert werden kann. Dies sind allerdings nur die drei bekanntesten Blogplattformen, vielleicht gibt es ja noch eine, die viel besser zu dir passt?

3. Wähle eine URL, erkunde die Plattform und stelle deine Blogeinstellungen auf "privat"

Die URL ist deine Heimatadresse im www. Sie sollte kurz und knackig sein, einen hohen Wiedererkennungswert und einen Bezug zu deinem Thema haben. Wenn du deine virtuelle Heimat gefunden hast, sorge dafür, dass niemand sie findet, bevor du etwas aufgeräumt und alles hübsch eingerichtet hast. Das machst du, indem du deinen Blog zunächst privat hältst. Besucher, die zufällig auf einen leeren Blog kommen, kehren selten zurück, um sich zu erkundigen, ob aus der Baustelle inzwischen etwas entwachsen ist.

4. Wähle ein Design

Neben den Vorgefertigten Templates gibt es für jede Plattform auch eine Menge Designs, die du dir frei herunterladen oder kaufen kannst. Gib dich nicht mit dem Erstbesten zufrieden, sondern recherchiere erst einmal, ob es Templates gibt, die deine Persönlichkeit oder dein Thema unterstreichen.

5. Stöbere in Widgets und Gadgets, die von deiner Plattform angeboten werden

Wenn die Wahl des Designs die Frage nach Tapeten und Bodenbelägen deines neuen Heims ist, so sind Widgets und Gadgets die Dekogegenstände. Nutzt man zu viele, so wirkt das, wie Nippes in den Regalen, nutzt man keine, so bleibt die Einrichtung kalt und unpersönlich. Auch hier gilt: Passe die Art und Menge der Widgets und Gadgets deinem Thema und deiner Persönlichkeit an.

6. Suche dir 10 Blogs aus deinem Themengebiet und folge ihnen mindestens vier Wochen lang

Bloggen ist ein Community-Ding. Man lernt voneinander und inspiriert sich gegenseitig. Um zu wissen, was Bloggen ausmacht, muss man sich Blogs anschauen. Außerdem gefällt das, was einem Selbst an anderen Blogs zusagt später meist auch den Lesern des eigenen Blogs. Darum schaue dich erst in der Blogosphäre um, bevor du sie aktiv mitgestaltest.

7. Schaffe dir eine gute Rechtschreibprüfung oder ein Schreibprogramm mit einer solchen an (ich empfehle den Duden Korrektor für Word oder OpenOffice)

Es klingt schulmeisterlich und spießig, aber es ist das A und O eines Blogs, eine gute Sprache zu pflegen. Dabei geht es nicht darum, dass alle Flüchtigkeitsfehler vermieden werden - das geht wohl gar nicht. Aber ein Blog ist dazu da, gelesen zu werden. Einen Text, der von Fehlern nur so wimmelt, kann man nicht lesen. Das wird einem spätestens dann auffallen, wenn einem so ein Text auf einem fremden Blog begegnet.

8. Schreibe 10 Posts zu deinem Thema

Stell dir vor, du findest einen Blog und nix steht drauf. Wahrscheinlich fliehst du sofort wieder zu deinem Lieblingsblog, auf dem du nach Herzenslust durch die Posts stöbern kannst, und kehrst nie zurück. Da das mit deinem Blog am Anfang nicht passieren soll, erarbeite dir gleich eine solide Postanzahl, die du deinen Lesern am Anfang bieten kannst. Selbst, wenn du in der ersten Zeit nur 5 dieser Posts veröffentlichen solltest, so hast du immer noch 5 in der Hinterhand, falls du mal eine Schreibblockade haben solltest.

9. Überlege dir, in welche Kategorien du deine Posts stecken könntest

Leser, denen ein Post gefallen hat, suchen gerne nach ähnlichen Artikeln. Mache es deinen Lesern von Anfang an leichter das zu finden, was sie interessiert, indem du Kategorien anbietest. Das hat auch den postiven Nebeneffekt, dass du dir selbst über das Angebot deines Blogs klarer wirst.

10. Überarbeite deine 10 Posts mit Hilfe deines Rechtschreibprogramms

Rechtschreibfehler fallen einem meistens nicht auf, wenn man einen Post noch einmal liest, den man vor 5 Minuten geschrieben hat. Kehre darum zuerst dann zu deinem ersten Artikel zurück, wenn du den 10. fertig hast. Die Zeit wird dir helfen, den Text mit Abstand betrachten und besser überarbeiten zu können. Wenn du einen Artikel auf diese Weise gegengelesen hast, kopiere ihn in das Schreibprogramm, in dem du die beste Rechtschreibprüfung hast und lies ihn noch einmal durch. Hast du deine Artikel auf diese Weise dreifach getestet (beim Schreiben, bein Lesen, beim Rechtschreibprüfen) bist du einigermaßen sicher vor der Rechtschreibfalle.

Hast du diese 10 Schritte hinter dich gebracht, kannst du dich beruhigt in die Blogosphäre werfen, deinen eigenen Blog schreiben und es genießen. Du hast jetzt ein Blogger-Starterkit in der Hinterhand, auf das du dich ruhig verlassen kannst. Wenn dir doch noch was komisch vorkommt, zögere nicht, einen erfahreneren Blogger zu befragen, z.B. hier bei mir in der Kommentarfunktion!
 
Wenn dir mein Post gefallen hat, kannst du deinen nächsten Buch-Einkauf gleich über diesen Link starten:
Bücher portofrei bestellen!
Jetzt bei www.buecher.de!

 Ich darf mich über eine kleine Provision freuen und du bezahlst nichts extra.

Posted in , . Bookmark the permalink. RSS feed for this post.

5 Responses to Blogger-Nähkästchen: 10 Dinge, die zu tun sind, bevor ich einen eigenen Blog erstelle

  1. Süß geschrieben, sehr ansprechend. Weiter so! :)

    AntwortenLöschen
  2. Super Tipps! Tatsächlich hat man als Neublogger so wie ich, noch einiges zu tun, bevor es richtig los geht..

    Ganz liebe Grüße
    Vica von 1690mm.blogspot.de

    AntwortenLöschen
  3. Ach, das freut mich, dass euch der Artikel gefällt :) Wenn viele Newbie-Blogger da draußen Tipps mitnehmen können und dann nicht in genau die gleichen Anfänger-Fallen tappen wie ich - das ist einfach schön!
    Liebe Grüße,
    Mareike

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Mareike - zwei Tips sind für mich neu und daher sehr wertvoll: posts schon vorproduziert in der Hinterhand zu haben und alle Texte intern durch ein Rechtschreibprogramm zu jagen...ich ärgere mich oft im Nachhinein über Fehler und ich hab eine Kommaschwäche...
    Bisher setz ich mich eher unter Druck, pro Woche einen neuen Post zu erstellen...nebenbei schreibe ich an einem Fachbuch, überarbeite meine (frei)berufliche homepage...und geh 40h arbeiten.
    liebe Grüße
    kathrin

    AntwortenLöschen
  5. Ja, Posts im Voraus zu schreiben kann so angenehm sein. Zeiten, in denen man kaum zum Schreiben kommt, gibt es immer und dann muss man sich weniger unter Druck setzen.
    über meinen Duden Korrekter freue ich mich auch immer wieder - Rechtschreibung ist damit ganz einfach ;)

    AntwortenLöschen

Search

Swedish Greys - a WordPress theme from Nordic Themepark. Converted by LiteThemes.com.