Hörbuch-Tipp: Charlotte Link "Im Tal des Fuchses"

Ich habe eine Schwäche für Hörbücher von Charlotte Link, gelesen von Gudrun Landgrebe. Darum musste ich mir auch gleich ihren neuen Roman "Im Tal des Fuchses" herunterladen. 14 Stunden dieses verregneten Hamburger Herbstbeginnes wurden mir mit diesem Krimi und dazu ordentlichen Mengen heißen Tees versüßt.

Ein kleiner Junge und sein Fuchsbau

Es beginnt alles in einer idyllischen englischen Landschaft, in der ein kleiner Junge eine Höhle entdeckt, die er für sich zum Spielen herrichtet. Er nennt sie seinen Fuchsbau und die Gegend das Tal des Fuchses und vermauert sie so, dass außer ihm niemand den Eingang finden kann. Viele Jahre später ist aus dem kleinen Jungen ein Gewohnheitskrimineller geworden. Da er 20.000 Pfund Schulden hat, beschließt er, eine Frau zu entführen und sie in seiner Höhle zu verstecken bis ihr Mann ihm ausreichend Lösegeld zahlt, um seine Schulden zu decken. Doch es soll anders kommen. Der Entführer wird aufgrund einer Kneipenschlägerei verhaftet und kommt für mehrere Jahre ins Gefängnis. Sein Opfer bleibt sich selbst überlassen.

Der Ehemann der Frau hat nie erfahren, was damals mit ihr passierte. Er fragt sich, ob sie von ihm fortgegangen ist, da sie einen Streit hatten oder ob sie einem Verbrechen zum Opfer fiel. Er weiß nicht, ob er verlassen wurde oder Witwer ist oder ob es die Möglichkeit gibt, dass seine Frau eines Tages zu ihm zurück kommt. Als Vanessa bereits zwei Jahre fort ist, lernt er eine junge Frau kennen, die bereit ist seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Diese Frau namens Jenna wird zur Ich-Erzählerin des Romans. Sie kennt Matthew noch nicht lange als plötzlich eine weitere Frau vermisst wird und dann schließlich ihre gemeinsame Freundin Alexia verschwindet. Durch häufigen Perspektivwechsel erfährt der Leser (oder Hörer), dass nur kurze Zeit zuvor der Entführer Vanessas aus dem Gefängnis entlassen wurde. Seine Schulden sind inzwischen auf 50.000 Pfund angewachsen.

Ein typischer Link-Krimi - ein wunderbares Hörbuch

Nachdem ich inzwischen mehrere Krimis von Charlotte Link kenne, muss ich sagen, dass "Im Tal des Fuchses" einem typischen Muster folgt. Aus verschiedenen Perspektiven erzählt die Autorin vom Leben aller beteiligten. Eine Protagonistin aus dem Umfeld des Opfers wählt sie dabei als Ich-Erzählerin. Der Täter ist meist viel näher als erwartet und dem Leser dadurch wohl bekannt, bevor er als Bösewicht entlarvt ist. Mit der Zeit werden die Link-Romane durch die zwar geschickte, jedoch immer wieder verwendete Erzählonstruktion vorhersehbar. Trotzdem ist auch der neue Roman der Autorin "Im Tal des Fuchses" spannend erzählt und ein richtiger Schmöker. Obwohl viele ihren ruhigen Stil nicht mögen, liebe ich die Art, wie Gudrun Landgrebe die Link-Thriller vorliest. Bisher bin ich noch nie auf die Idee gekommen, ein Buch der Autorin in die Hand zu nehmen, doch bei den von Gudrun Landgrebe gelesenen Hörbüchern kann ich mich nicht zurückhalten. Ihre ruhige Stimmlage kontrastiert die bedrohliche Stimmung im Roman und steigert sie dadurch. Ebenso wie die Figuren, wiegt sich auch der Hörer in Sicherheit, bis der Täter schließlich offenbar und die Spannung stark gesteigert wird. Wer Hörbücher als Einschlafhilfe nutzt, wird allerdings auch nicht enttäuscht werden. Bei der unaufgeregten Stimmlage Landgrebes lässt es sich hervorragend wegdämmern. Wie schon gesagt, ich bin ein Fan und gespannt darauf, was ihr dazu zu sagen habt! 


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