Wochenendausflug

Die Koffer sind fast fertig gepackt, nur eine letzte Entscheidung steht noch bevor: Notizheft mitnehmen oder nicht? Tablet ist bereits eingepackt, so ganz aus der Welt möchte man ja nun auch nicht sein, nicht mal für ein Wochenende, so weit ist es schon gekommen... Ich stecke das Notizheft in die Seitentasche, kann ja nicht schaden. Inspiration bekommt man ja nicht alle Tage und am seltensten zu Hause, da muss man sie dann ja festhalten. Wenn sie kommt.

Ich packe das Notizheft dann aber doch nicht aus, streife einfach so durch die Straßen. Paris im Regen, das soll ja besonders poetisch sein, das findet zumindest die Hauptfigur des letzten Woody Allen Filmes. Ist bestimmt was dran. Muss wohl so sein.

Ich schreibe nichts, nicht am Ankunftstag und auch nichts am Tag darauf. Das schlechte Gewissen plagt mich von Zeit zu Zeit, dann denke ich wieder "erstmal inspirieren lassen, darüber nachdenken, wie sich was verwenden lässt, kann man immernoch. Hinterher." Statt dessen lese ich viel. Hemingway und auch was über ihn. So wie er muss man's machen. Erstmal leben, mit den Leuten reden, dann erst kann man schreiben. Hinterher.

Doch es lässt mich nicht los, natürlich nicht. Das ist wohl die Kehrseite des romantischen Bildes, welches man sich mal vom Schreiben gemacht hat, nie hätte man sich träumen lassen, dass man mal so rastlos der Inspiration nachjagt, dass es für Schreiberlinge wohl so etwas wie Urlaub nicht gibt, nicht mal für ein Wochenende. Oder?

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