Moni - Fortsetzung

Den Espressokocher achtlos auf dem Herd stehen lassend ging Moni ans Telefon.

»Moni? Hallo, ich bin‘s, Malou.«

Malou war eine gute Freundin von Moni und das genaue Gegenteil ihrer selbst.
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Malou

Bürgerlicher Name: Marie-Luiese Schmidt

Alter: Zum 3. Mal 25

Größe: 1,75m

Kleidergröße: 36 (wenn jemand fragt)

Maße: 88 - 62 - 92 (wenn jemand fragt)

Was sie mal werden will: außergewöhnlich

Was sie kann: Alles ein bisschen

Was sie mag: Feiern (lang und laut), den Mittelpunkt,
Menschen (Männer und Frauen), Experimente

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»Malou, schön, dass du anrufst, aber, weißt du ich...« Moni hatte nicht damit gerechnet, dass es ausgerechnet Malou sein könnte, die nun anrief. Ihre Art von Abenteuer hielt sie in den seltensten Fällen für erzählenswert.

»Keine Widerrede, dein Schreibtisch steht in 10 Minuten auch noch da« (Moni kann sich nicht erinnern jemals nur 10 Minuten mit Malou telefoniert zu haben)

»Ja, schon aber weißt du, ich bin grade in so einer intensiv-kreativen Phase« Moni fragte sich, ob man wohl in die Hölle kommen könnte, wenn man Freunde auf so eine dreiste Weise anlog.

»Hör‘ mir doch mal zu, das hier duldet jetzt absolut keinen Aufschub, weil du nämlich deine Koffer packen und mit mir nach Indien fliegen musst! Na, was sagst du?«

Weder finanziell noch zeitlich war eine Reise jetzt das, was Moni in den Kram passte. Sie war, gelinde gesagt, in Panik.

»Du, ich, das ist ja eine tolle Idee, aber...«

»Nein, diesmal dulde ich kein aber. Ich bin in Not und du, meine allerbeste Freundin, musst mir helfen. Du weißt doch, dass ich mit Annabelle fliegen wollte, aber die liegt nun mit 40 Grad Fieber im Bett.«

Annabelle war der Mensch, den Moni bis zu diesem Telefonat für Malous allerbeste Freundin gehalten hatte. Sie selbst verstand sich zwar auch ausnehmend gut mit ihr, hatte aber hin und wieder das Bedürfnis nach Ruhe. Annabelle schien dagegen die Geduld in Person zu sein.

»Nun sag schon endlich ja. Dein olles Notizbuch kannst du ja mitnehmen, wenn‘s sein muss. Außerdem ist der Flug erst übermorgen, bis dahin kannst du deine Kreativität noch genug ausleben. Ich zähl‘ auf dich. Außerdem - haloho - so eine Chance bekommt man nicht alle Tage, Annabelle würde dir sogar einen Rabatt einräumen. Naja, wie auch immer. Überleg‘s dir und sei dann um 11 Uhr am Flughafen, ja?«

»Du Malou, ich...«

»Du bist super, ich wusste, du würdest mich nicht hängen lassen. Wir telefonieren morgen nochmal beim Packen, ja? Ich will dich jetzt nicht weiter aufhalten. Ciao!«

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