Im Flow

Wir haben an dieser Stelle vor kurzem eine sehr aufschlussreiche Diskussion zum Thema Schreibhemmung geführt. Heute würde ich gerne zum Nachdenken über das Gegenteil anregen. Was macht den Zustand aus, in dem man sich so richtig »im Text drin« fühlt. Was gehört dazu »im Flow« zu sein und wie kommt man da hin?

Ich habe heute zum Glück einen solchen Tag erwischt und bin bereits zur Mittagszeit ein ordentliches Stück mit meiner theoretischen Arbeit vorangekommen. Die Ideen purzelten nur so in meinen Kopf und von dort aus durch meine Finger auf die Tastatur und meinen Bildschirm. Der zu analysierende Text öffnete sich mir vollständig und lag da wie ein offenes Buch, klar einsehbar. Störfaktoren wie leichter Harndrang wurden geflissentlich ignoriert und verflucht, sobald Verdrängung nicht mehr möglich war. Ein seltener Zustand, aber ein gutes Gefühl.

Trotzdem frage ich mich, wie es zu solch fieberartigen Anfällen kommt und ob man sie auch bewusst hervor rufen kann. Ich fürchte fast, dass mich Faktoren beeinflussen, die ich selber nicht steuern kann, wie z.B. der strahlend blaue Himmel da draußen oder die Tatsache, dass ich lange und gut schlafen durfte. Auch das Schweigen meiner Nachbarn, vor allem des eifrigen Hobbysängers unter mir, der seit Wochen seine Interpretation von »Thank you for the music« zu verbessern sucht, hilft, mich nicht aus dem Konzept zu bringen. Was ich durch die größte Anstrengung, das Kaufen meines Lieblingstees, das Zubereiten aufwändiger Kaffeespezialitäten oder das Servieren von massenweise Schokolade oft nicht schaffe, kommt an Tagen wie heute von allein.

Aber vielleicht habe ich auch bloß den Dreh noch nicht raus. Habt ihr Tipps, wie man dieses traumhafte natürliche Flowgefühl künstlich herbei rufen kann? 

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